Zukunftstourismus Luzern

Von der Modellregion zum globalen Vorbild

Der Zukunftstourismus bringt Wirtschaft, Wissenschaft, öffentliche Hand und Bevölkerung zusammen, um konkrete Herausforderungen des Tourismus zu lösen, neue Ansätze im realen Umfeld zu testen und wirksame Lösungen für die ganze Region zu skalieren.

Tourismus steht global unter Druck

Das weltweite Wachstum des Tourismus erhöht auch in Luzern den Druck auf Raum, Infrastruktur, Bevölkerung und Natur. Verstärkt wird diese Entwicklung durch tiefgreifende geopolitische Veränderungen.

1 · Globaler Trend

+4 %
pro Jahr

Der internationale Tourismus wächst weiter. 2025 wurden weltweit 1,52 Milliarden internationale Ankünfte gezählt. Mit dem Wachstum steigen auch die Anforderungen an Steuerung, Qualität und Nachhaltigkeit.

2 · Konkrete Wirkung in Luzern

1’484’648 Logiernächte

Die Stadt Luzern verzeichnete 2025 ein Plus von 5,1 Prozent und damit das dritte Rekordjahr in Folge. In der Region Luzern-Vierwaldstättersee wurden insgesamt rund 4,2 Millionen Logiernächte gezählt.

3 · Gesellschaftliche Reaktion

Der Druck
wird politisch

Im Mai 2026 wurde die Volksinitiative «Luzerner Tourismus in Balance» eingereicht. Sie zeigt: Die Diskussion hat eine neue Qualität erreicht. Die Frage ist nicht mehr, ob gesteuert werden muss, sondern wie.

«Mehr Gäste allein sind kein Erfolg. Entscheidend ist, wie Tourismus so gestaltet wird, dass er für Wirtschaft, Bevölkerung und Natur langfristig tragfähig bleibt.»

Das Kernproblem

Alle arbeiten an Lösungen, aber meist für sich.

Wissen, Daten und Initiativen bleiben in den einzelnen Organisationen. Für übergreifende Herausforderungen fehlt eine klare Zuständigkeit. So entstehen punktuelle Massnahmen, obwohl es abgestimmte Lösungen für das Gesamtsystem braucht.

Die Chance

Tourismus ist ein Innovationsfeld mit enormem Potenzial:

  • Daten sind verfügbar
  • Technologien existieren
  • Akteure sind vor Ort
  • Bedürfnisse sind klar

Was fehlt, ist ein gemeinsamer Raum für systemische Innovation.

Was wir unter Qualitätstourismus verstehen

Qualitätstourismus schafft für die Region langfristig mehr Nutzen als Belastung. Fünf Dimensionen machen ihn messbar:

01

Erlebnisqualität

Gäste erleben die Region als attraktiv, zugänglich und authentisch.

02

Lebensqualität

Die Bevölkerung erlebt den Tourismus als Bereicherung und nicht primär als Belastung.

03

Lokale Wertschöpfung

Einnahmen erreichen lokale Betriebe, Kulturangebote und Gemeinden.

04

Ökologische Verträglichkeit

Natur, Mobilität und Ressourcen werden verantwortungsvoll genutzt.

05

Zukunftsfähigkeit

Betriebe und Destinationen können sich an neue Bedürfnisse und Rahmenbedingungen anpassen.

Tourismus ist Multiplikator für unterschiedliche Wirtschaftszweige und wichtiger Attraktivitätsfaktor für unsere Region. Firmenansiedlungen profitieren von hoher Lebensqualität und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Eine offene Gesellschaft trägt zu einer guten Grundstimmung bei — diese müssen wir pflegen und die Qualität der Gäste hochhalten. Denn gute Gäste ziehen Gute nach.

Porträt von Fabian Peter
Fabian Peter
Regierungsrat Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement

Ein System statt Einzelmassnahmen

Um diese fünf Dimensionen nachhaltig zu stärken, braucht es drei aufeinander abgestimmte Bausteine:

Die Organisation

Tourismus Cluster

HSLU, Schlössli und LTAG bilden den Kern eines offenen Netzwerks, das Kanton, Stadt, Gemeinden, Tourismuswirtschaft und Bevölkerung zusammenbringt.

Der Cluster schafft die organisatorische Verbindung zwischen wissenschaftlicher Kompetenz, Marktzugang und Umsetzungskraft. So können gemeinsame Vorhaben entstehen, die heute oft an getrennten Zuständigkeiten scheitern.

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Die Steuerung

POLI & Datengrundlagen

Ein gemeinsamer Datenraum macht Informationen nutzbar, die heute über verschiedene Akteure verteilt sind, etwa Frequenzen, Buchungen, Wertschöpfung und die Wahrnehmung der Bevölkerung.

Die Datenhoheit bleibt bei den jeweiligen Partnern. Auswertungen erfolgen zweckgebunden und aggregiert und schaffen damit eine gemeinsame Grundlage für fundierte Entscheidungen.

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Die Anwendung

Das Reallabor

Im Reallabor werden neue Ansätze unter realen Bedingungen getestet, direkt in Gemeinden, Betrieben und touristischen Räumen.

Was nachweislich Wirkung zeigt, wird gezielt auf weitere Teile der Region übertragen. Was nicht funktioniert, wird früh erkannt, bevor grössere Investitionen ausgelöst werden.

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Baustein 1 · Die Organisation

Tourismus Cluster

Der Cluster stellt die Umsetzung des strategischen Leitbilds für den regionalen Tourismus sicher. Er übersetzt die strategischen Ziele in eine gemeinsame Agenda, bringt das Ökosystem zusammen, ermöglicht die Finanzierung und überprüft, ob die Vorhaben die angestrebte Wirkung erzielen.

Er priorisiert, woran gearbeitet wird, klärt Verantwortlichkeiten und bestimmt den passenden Umsetzungsweg. Nicht jede Mission muss im Reallabor bearbeitet werden: Manche Vorhaben können direkt durch bestehende Akteure umgesetzt oder in laufende Strukturen integriert werden.

Was der Cluster leistet

01

Strategische Agenda entwickeln

Herausforderungen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung werden gebündelt, priorisiert und in gemeinsame Wirkungsziele übersetzt.

02

Finanzierung und Trägerschaft sichern

Für priorisierte Vorhaben werden passende Träger, Partner und Finanzierungsmodelle aufgebaut.

03

Ökosystem orchestrieren

Der Cluster bringt jene Akteure zusammen, deren Kompetenzen, Daten und Handlungsmöglichkeiten für eine Lösung erforderlich sind.

04

Akteure befähigen

Wissen, Methoden und Erfahrungen werden im Netzwerk geteilt. Betriebe, Gemeinden und Organisationen erhalten Unterstützung, um Veränderungen selbstständig weiterzuführen.

05

Wirkung überprüfen und steuern

Gemeinsame Zielbilder und messbare Ergebnisse zeigen, ob Fortschritt entsteht. Erkenntnisse fliessen zurück in die strategische Agenda.

06

Wirksames dauerhaft verankern

Bewährte Lösungen werden in reguläre Angebote, klare Zuständigkeiten und bestehende Strukturen überführt.

So arbeitet der Cluster

  1. 1Herausforderungen und Signale aufnehmen
  2. 2Strategische Prioritäten festlegen
  3. 3Wirkungsziele und Missionen formulieren
  4. 4Trägerschaft, Finanzierung und Kompetenzen sichern
  5. 5Passenden Umsetzungsweg bestimmen
  6. 6Wirkung überprüfen und erfolgreiche Lösungen verankern

Was damit möglich wird

Gemeinsame Projekte

Vorhaben, die keine Organisation allein realisieren kann, finden im Cluster die passenden Träger, Partner und Ressourcen. So werden aus Ideen gemeinsam getragene Lösungen, die bis in die Umsetzung geführt werden.

Innovation für KMU

Kleinere Betriebe und Gemeinden erhalten Zugang zu Wissen, Netzwerk und Innovationsprozessen, die ihnen heute im Alltag fehlen.

Koordinierte Umsetzung

Stadt, Land und Tourismusbranche stimmen ihre Massnahmen gemeinsam ab. Das reduziert Doppelspurigkeiten und verhindert, dass Herausforderungen lediglich von einer Gemeinde in die nächste verlagert werden.

Sichtbare Wirkung

Gemeinsame Outcome-Ziele schaffen Klarheit und machen Fortschritt sichtbar. Entscheidend ist nicht, was getan wurde, sondern welche Wirkung tatsächlich entsteht.

Im Zusammenspiel des Gesamtsystems übersetzt der Cluster Daten und Erkenntnisse in konkrete Vorhaben. Er bringt die relevanten Akteure zusammen, koordiniert die Erprobung und sorgt dafür, dass wirksame Lösungen in der Region verankert und skaliert werden.

Qualitäts-Tourismus setzt sich langfristig durch. Nur ein gesellschaftlich, wirtschaftlich und ökologisch ausbalancierter Tourismus kann diesen Qualitätsanspruch einlösen. Hohe Gästezahlen stehen dazu nicht zwingend in Widerspruch. Es gilt jedoch, die richtigen Gäste anzuziehen, diese geschickt zu lenken und für eine gesunde Einbettung in den Lebensraum zu sorgen. Nur so kann Luzern als starke Marke in die Zukunft gehen.

Porträt von Marcel Perren
Marcel Perren
Tourismusdirektor Luzern
Baustein 2 · Die Steuerung

POLI & Datengrundlagen

POLI ist ein Datenraum für Live-, Mobilitäts-, Tourismus- und Ortsdaten. Die Initiative verbindet Stadt und Kanton Luzern, Verkehrsbetriebe, Tourismus, Hochschule und Technologiepartner und schafft die Grundlage für gemeinsame, datenbasierte Lösungen.

Wertvolle Live-Daten zu Mobilität, Personenströmen und Ortsbewegungen sind bereits vorhanden, liegen jedoch oft in getrennten Datensilos. POLI verbindet sie auf einer neutralen Plattform und schafft damit die Grundlage für fundierte Entscheidungen, wirksame operative Steuerung und neue datenbasierte Lösungen.

So ist POLI aufgebaut

Neutraler Datenverein

Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung schaffen eine gemeinsame Governance für den verantwortungsvollen Umgang mit Live-Daten, orientiert an bewährten Branchenlösungen.

Sandbox-Umgebung

Ein geschützter Rahmen für schnelles und gezieltes Experimentieren: Use Cases werden unter realen Bedingungen getestet und Hypothesen validiert, bevor in die Skalierung investiert wird.

AI-Ready Data

Daten werden standardisiert, nachvollziehbar dokumentiert und in verlässlicher Qualität bereitgestellt. Damit entsteht die Grundlage für den produktiven Einsatz von KI in Mobilität und Tourismus.

Was damit möglich wird

Lokale Wertschöpfung stärken

Gäste können gezielt zu passenden Angeboten, Betrieben und weniger bekannten Orten geführt werden. So verteilt sich auch die Wertschöpfung breiter.

Wirkung von Massnahmen messen

Es wird sichtbar, ob Kampagnen, Lenkungsmassnahmen oder neue Angebote Verhalten tatsächlich verändern oder nur Aktivität erzeugen.

Investitionen fundierter priorisieren

Daten zeigen, wo Infrastruktur, Angebote oder Massnahmen tatsächlich Wirkung entfalten und wo Investitionen wenig Nutzen bringen.

Krisen- und Resilienzfähigkeit erhöhen

Bei Wetterereignissen, Verkehrsunterbrüchen oder aussergewöhnlichen Spitzen entsteht schneller ein gemeinsames Lagebild für koordinierte Entscheidungen.

Grundlage für die faktenbasierte Debatte

Ein gemeinsames Lagebild macht Nutzen, Belastungen und Entwicklungen des Tourismus transparent. So wird die politische Diskussion sachlicher und pauschale Urteile werden durch belastbare Fakten ersetzt.

POLI bildet das datenbasierte Fundament des Systems. Im Cluster konkretisiert es das Handlungsfeld «Daten & Steuerung», liefert dem Reallabor die Live-Datenbasis für Besucherlenkung und KI-Anwendungen und speist das Qualitätstourismus-Barometer als gemeinsame Entscheidungsgrundlage für die gesamte Region.

Der Datenraum trägt über den Tourismus hinaus: Auch Sicherheit und Rettung, Verkehrssteuerung und multimodale Mobilität bauen auf denselben Live-Daten auf.

Zur POLI-Plattform: poli-data.ch ↗

KI und neue digitale Schnittstellen eröffnen vielversprechende technologische Chancen. Diese gilt es gezielt zu nutzen, um die Destination eigenständig zu positionieren, ihre digitale Unabhängigkeit zu stärken und die Hoheit über ihre Daten zurückzugewinnen.

Porträt von Stefan Muff
Stefan Muff
President of the Board, Axon
Baustein 3 · Die Anwendung

Reallabor

Das Reallabor ist der Maschinenraum des Systems: keine Denkfabrik, sondern eine Umsetzungswerkstatt mit konkreten Aufträgen. Es führt von der konkretisierten Mission zur erprobten Lösung und messbaren Wirkung.

Das Reallabor als Investigations-Zentrum

Am Anfang jeder Mission steht das gemeinsame Verstehen. Wie an einer Ermittlungswand verknüpft das Reallabor Daten, Themen und Akteure und macht Zusammenhänge sichtbar, die heute oft unentdeckt bleiben:

  • Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Zielkonflikte erkennen
  • Herausforderungen und wirksame Hebel präzisieren
  • Hypothesen und Prototypen entwickeln
  • Interventionen unter realen Bedingungen erproben
  • Ergebnisse messen, dokumentieren und an den Cluster übergeben

Was das Reallabor leistet

01

Mission konkretisieren

Aus dem strategischen Auftrag entsteht eine klare Fragestellung mit Zielgruppen, Hypothesen und messbaren Ergebnissen.

02

Zusammenhänge verstehen

Daten, Forschung, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven werden verbunden.

03

Lösungen entwickeln

Teams erarbeiten konkrete Angebote, Interventionen, Services oder digitale Prototypen.

04

Lean erproben

Lösungen werden früh und mit überschaubarem Aufwand unter realen Bedingungen getestet.

05

Wirkung messen und lernen

Vorher-Nachher-Vergleiche zeigen, welche Annahmen bestätigt werden und wo Anpassungen nötig sind.

06

Erkenntnisse übergeben

Bewährte Lösungen und dokumentierte Lernerfahrungen gehen zurück an den Cluster und die zuständigen Träger.

Der Ablauf einer Mission

  1. 1Auftrag und Wirkungsziel klären
  2. 2Herausforderung untersuchen
  3. 3Hypothesen formulieren
  4. 4Prototyp entwickeln
  5. 5Unter realen Bedingungen testen
  6. 6Wirkung und Erkenntnisse dokumentieren

Was damit möglich wird

Prototypen im echten Raum

Neue Angebote und Interventionen werden nicht nur konzipiert, sondern direkt in Gemeinden, Betrieben und touristischen Räumen unter realen Bedingungen erprobt.

Evidenz vor dem Entscheid

Jede Mission schafft einen klaren Vorher-Nachher-Vergleich. Erst wenn die Wirkung belegt ist, wird skaliert oder eine politische Entscheidung getroffen.

Schnelle Lernzyklen

Zwei Zyklen pro Jahr sorgen für kontinuierlichen Erkenntnisgewinn. Auch dokumentierte Abbrüche liefern wertvolle Hinweise für die nächsten Missionen.

Übertragbare Lösungen

Was sich in Luzern bewährt, lässt sich als Methode und konkrete Lösung auf andere Destinationen übertragen.

Zukunftstourismus Luzern gestaltet die Zukunft des nachhaltigen Tourismus in der Zentralschweiz aktiv mit. Die Initiative bringt Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, treibt Innovationen voran, setzt Pilotprojekte um und entwickelt Lösungen mit messbarem regionalem und internationalem Impact. Mit sichtbaren Impulsen, Erkenntnissen und Initiativen macht sie Luzern Schritt für Schritt zur internationalen Modellregion für Qualitätstourismus.

Porträt von Prof. Dr. Barbara Bader
Prof. Dr. Barbara Bader
Rektorin Hochschule Luzern

Impact Cases

So wird das System konkret: Jeder Impact Case setzt dort an, wo der Druck in den fünf Dimensionen heute am grössten ist.

Impact Case 1

Regionale Besucherlenkung

Erlebnisqualität · Lebensqualität

Der Blick richtet sich nicht nur auf die Altstadt, sondern auf die gesamte Region mit Agglomeration, Landgemeinden, Verkehrsknoten und Ausflugszielen.

  • Echtzeitinformationen und Empfehlungen
  • Attraktive Alternativrouten und Angebote
  • Bessere Verteilung über Tages- und Jahreszeiten
  • Weniger Problemverlagerung zwischen Gemeinden
Impact Case 2

Qualitätstourismus-Barometer

Misst alle fünf Dimensionen

Ein gemeinsames Messsystem macht Entwicklungen und Wirkungen dauerhaft sichtbar. So entsteht erstmals eine gemeinsame, belastbare Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Tourismus in der gesamten Region.

  • Zufriedenheit der Bevölkerung
  • Erlebnisqualität der Gäste
  • Lokale Wertschöpfung
  • Räumliche und ökologische Belastung
Impact Case 3

Stadt und Land intelligent verbinden

Wertschöpfung · Ökologie · Zukunftsfähigkeit

Angebote verbinden Gäste gezielt mit weniger bekannten Orten, regionalen Betrieben, Kulturangeboten und Landschaftsräumen. Sie werden gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden und Akteuren entwickelt, damit sie vor Ort Nutzen stiften und langfristig getragen werden.

  • Neue Orte entdecken, belastete Räume entlasten
  • Regionale Betriebe und Kultur einbinden
  • Erwünschte Form und Mass des Tourismus klären
Impact Case 4

Regionaler Gästepass

Erlebnisqualität · Lokale Wertschöpfung

Ein regionaler Gästepass verbindet ÖV, Attraktionen, Kultur und regionale Betriebe zu einem einfach nutzbaren Gesamtangebot. So wird die ganze Region leichter zugänglich, auch abseits der Hotspots.

Der Pass fördert längere Aufenthalte, stärkt die lokale Wertschöpfung und verteilt Besucherströme räumlich und zeitlich besser.

  • Freie oder vergünstigte Nutzung von ÖV, Attraktionen und Kulturangeboten
  • Vergünstigungen bei regionalen Betrieben und Erlebnissen
  • Gezielte Empfehlungen für weniger bekannte Orte und die Nebensaison
  • Anreize für längere Aufenthalte und mehr lokale Wertschöpfung
Impact Case 5

Faktenbasierte Tourismusdebatte

Lebensqualität · Zukunftsfähigkeit

Ein öffentlich zugängliches Lagebild zeigt, wie der Tourismus die Region beeinflusst. Es bündelt Daten zu Besucherströmen, Wertschöpfung, Verkehr, Umwelt und Stimmung der Bevölkerung.

Dialogformate bringen Bevölkerung, Gemeinden und Wirtschaft zusammen. Nutzen, Belastungen und Zielkonflikte werden sichtbar, Entscheidungen nachvollziehbarer.

  • Öffentlich zugängliches Lagebild zur Entwicklung des Tourismus
  • Transparente Darstellung von Nutzen, Belastungen und Zielkonflikten
  • Dialogformate mit Gemeinden, Bevölkerung und touristischen Akteuren
  • Frühzeitiges Erkennen von Spannungen, nachvollziehbare Entscheide

Weitere Impact-Case-Kandidaten

Hinter den Impact Cases steht ein breiter Ideenraum. Daraus werden laufend jene Themen ausgewählt, die für die Region besonders dringlich sind und die grösste Wirkung erwarten lassen.

Gesellschaft und Akzeptanz

  • Tourismus-Barometer Luzern
  • Local Benefit Index
  • Silent Tourism Zones

Digitalisierung und KI

  • KI-basierte Besucherlenkung in Echtzeit
  • Digital Twin von Luzern
  • AI Concierge for Sustainable Travel

Nachhaltigkeit und Regeneration

  • Regenerative Tourism Pilots
  • CO₂-transparente Reiseerlebnisse
  • Klimaresiliente Destination

Erlebnis und Wertschöpfung

  • Slow Tourism Lucerne
  • Hidden-Gems-Programm
  • Night Economy Innovation

Agilität und Transformation

  • Agile Tourism Transformation Hub
  • Tourism Futures & Scenario Lab
  • Innovation Sprints für KMU
  • Fail-Forward-Kultur im Tourismus
  • Adaptive Destination Governance

Bildung und Innovation

  • Tourism Startup Incubator
  • Living Lab für internationale Studierende

Was verändert sich?

Entfaltet das System seine Wirkung, profitieren alle Ebenen: die Region, Gemeinden, Betriebe, Bevölkerung und jeder einzelne Gast.

Für Luzern

  • Positionierung als führende Qualitätstourismus-Destination
  • Internationale Sichtbarkeit durch das vernetzte Reallabor
  • Attraktiver Standort für Betriebe und Fachkräfte

Für die Schweiz

  • Modellregion mit Vorbildfunktion
  • Skalierbare Best Practices für alle Destinationen
  • Stärkung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit

Für die Branche

  • Schnellere Innovation
  • Höhere Qualität
  • Datensouveränität

Für die Gäste

  • Höhere Aufenthaltsqualität und bessere Erlebnisse
  • Einfachere Orientierung
  • Reisen im Einklang mit der Bevölkerung

Getragen vom regionalen Ökosystem

Das Vorhaben wird nicht von einzelnen Organisationen getragen, sondern von einem offenen regionalen Ökosystem. Kanton und Gemeinden, Tourismuswirtschaft, Verkehr, Kultur, Bevölkerung, Naturvertretungen, Technologiepartner sowie Forschung und Lehre bringen ihre Perspektiven, Daten, Kompetenzen und Ressourcen ein.

Den koordinierenden Kern bilden die Hochschule Luzern, das Schlössli und die LTAG. Sie schaffen die methodischen, strategischen und operativen Voraussetzungen, damit das Ökosystem gemeinsam handeln kann. Die öffentliche Finanzierung der konzeptionellen Entwicklung durch den Kanton Luzern gibt dem Vorhaben dabei eine erste institutionelle Verankerung.

Entscheidend ist: Lösungen entstehen nicht für die Region, sondern mit ihr. Auch kritische Perspektiven werden früh einbezogen. So entstehen Vorhaben, die fachlich fundiert, breit abgestützt und langfristig tragfähig sind.

Wer mitwirkt:

  • Kanton und Gemeinden
  • Verkehrsbetriebe
  • Hotellerie und Gastronomie
  • Bergbahnen, Schifffahrt und Attraktionen
  • Kultur und Detailhandel
  • Lokale Tourismusorganisationen
  • Bevölkerung und Quartiere
  • Natur- und Landschaftsvertretungen
  • Start-ups und Technologiepartner
  • Studierende und Forschungsnetzwerke

Der Kern des Netzwerks

Hochschule Luzern

Institut für Tourismus und Mobilität

Die HSLU übernimmt die wissenschaftliche Leitung, sichert Methodik und unabhängige Evaluation und bringt Studierende in praxisnahen Case-Teams ein. Internationale Forschungsnetzwerke erweitern die Perspektive und stärken den Wissenstransfer.

Schlössli

Innovation, Digitalisierung & strategische Wirkung

Als Betreiberin des Explore-Netzwerks bringt Schlössli Innovationskompetenz, digitale Expertise und strategische Umsetzungskraft ein. Sie gestaltet Prozesse, vernetzt relevante Akteure und sorgt dafür, dass aus Ideen tragfähige Lösungen mit messbarer Wirkung entstehen.

LTAG

Destination & Markt

Destinationsmanagement, Datenzugang und Marktnähe verbinden sich zu einem direkten Umsetzungskanal in die Destination.

Vision

Luzern macht aus seinem grössten Konfliktthema sein wichtigstes Zukunftsprojekt.

Eine Region, in der Tourismus der Bevölkerung nachweislich mehr bringt, als er sie kostet — und die das transparent belegt. In der neue Ansätze mit Daten entwickelt, im realen Umfeld erprobt und dort verankert werden, wo sie Wirkung entfalten.

Von Luzern für die Schweiz.
Von der Schweiz für die Welt.

Wanderer blickt auf einen türkisfarbenen Bergsee mit schneebedeckten Gipfeln

Tourism is growing worldwide — but so is its criticism. In an increasingly polarized world, we need tourism to build bridges between nations, create opportunities for communities and protect our shared heritage. Working together, tourism can continue to be a force for peace, prosperity and sustainability. UN Tourism supports the Zukunftstourismus Luzern initiative, with HSLU as a trusted partner.

Porträt von Shaikha Al Nuwais
Shaikha Al Nuwais
Secretary-General of UN Tourism